Dreierlei Extremismusexperten: Eckhard Jesse, Horst Mahler und Jürgen Elsässer

Es scheint, als wäre unser Leser Eckhard Jesse, seines Zeichens altgedienter Extremismusforscher an der Schnittstelle von Politikwissenschaft und deutschen Geheimdiensten mit oder ohne seine bessere Hälfte, Uwe Backes, und trotz abertausender gewälzter Dokumente, zur Einfallslosigkeit verdammt. So auch am 27. Juli 2025. An diesem Tag segnete Horst Mahler, der anfänglich Mitglied des SDS war, dann gemeinsam mit Hans-Christian Ströbele das Sozialistische Anwaltskollektiv gründete und 1970 die RAF, der sich zuerst zum Gesinnungsanwalt und Idol der Neulinken mauserte und es etwas später als neonazistischer Holocaustleugner über die Landesgrenzen hinaus zur Bekanntheit brachte, das Zeitliche. Statt also, wie zu vermuten gewesen wäre, mit ein paar wohl gar nicht mal so steilen Thesen zu Horst Mahlers Vita – »tragisch« nannte sie dessen ehemaliger Verbündeter und späterer Bundesinnenminister Otto Schily – aufzuwarten, ließ Jesse, auf dessen Kappe immerhin ein biographisches Portrait Mahlers geht, in einem Radiointerview wirklich keinen Allgemeinplatz aus und staunte vor sich hin.

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